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Die Diskussion rund um das „Electronic Common Technical Document“ (eCTD) gewinnt in ganz Lateinamerika zunehmend an Bedeutung, wie in unserer „Freyr 3D“-Reihe dargelegt wurde, in der die regionale Entwicklung sowie die Herausforderungen bei der Einführung in verschiedenen Märkten analysiert wurden (Artikel lesen).
Im Einklang mit dieser regionalen Dynamik hat die brasilianische Gesundheitsaufsichtsbehörde (ANVISA) die Unterzeichnung eines Vertrags zur Einführung des eCTD bekannt gegeben, was einen entscheidenden Schritt in Richtung der digitalen Transformation ihrer Zulassungsverfahren darstellt.

Das eCTD, das bereits von Behörden wie der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde ( FDA ) und der britischen Arzneimittelbehörde ( EMA) eingeführt wurde, wird als Grundlage für Brasiliens künftiges Modell zur elektronischen Einreichung und zum Lebenszyklusmanagement dienen.
Diese Initiative stellt einen entscheidenden Meilenstein für ANVISA dar und spiegelt das Engagement für die Verbesserung von Effizienz, Interoperabilität und Transparenz innerhalb des brasilianischen Regulierungsumfelds wider.

Auch wenn diese Ankündigung noch keine formelle Verordnung darstellt, zeigt sie doch die Richtung auf, die Brasilien im Hinblick auf die vollständige Digitalisierung von Zulassungsanträgen einschlägt, und positioniert das Land als regionalen Vorreiter bei der Einführung strukturierter elektronischer Formate.

Das eCTD: Eine neue gemeinsame Sprache für die Branche

Das eCTD-Format ist mehr als nur eine Änderung der Form: Es definiert neu, wie behördliche Informationen strukturiert, dargestellt und gepflegt werden.
Durch die Einführung einer modularen, rückverfolgbaren digitalen Struktur können die Behörden die Prüfung von Dossiers optimieren, den manuellen Arbeitsaufwand reduzieren und die Rückverfolgbarkeit der Daten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg verbessern.

Für Brasilien bedeutet dieser Übergang eine Angleichung des nationalen Systems an die globalen Standards der „ ICH “, was eine reibungslosere Zusammenarbeit mit anderen Aufsichtsbehörden ermöglicht und den Verwaltungsaufwand für Pharmaunternehmen verringert.
Zudem schafft er die Voraussetzungen für ein agileres, berechenbareres und transparenteres regulatorisches Umfeld.

Vorbereitung auf den Übergang

Die Einführung des eCTD wird für in Brasilien tätige Unternehmen technische und organisatorische Anpassungen erfordern.


Pharmaunternehmen müssen ihre Dokumentenmanagementsysteme verbessern, die Rückverfolgbarkeit über alle CTD-Module hinweg gewährleisten und ihre Teams für Zulassungsangelegenheiten in den Verfahren zur digitalen Einreichung schulen.

Unternehmen, die frühzeitig mit dieser Umstellung beginnen, sind besser auf die Pilotphase vorbereitet, wodurch operative Risiken minimiert und die Einheitlichkeit ihrer aufsichtsrechtlichen Unterlagen gewährleistet wird.
Die vorausschauende Vorbereitung auf die Änderung erleichtert nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern ermöglicht auch eine schnellere und besser koordinierte Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde.

Den Weg zur digitalen Regulierung neu definieren

Diese Initiative von ANVISA geht über die bloße Modernisierung der Technologie hinaus – sie definiert neu , wie Compliance, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im regulatorischen Umfeld zusammenwirken.
Unternehmen, die digitale Tools, Datenanalysen und automatisierte Erstellungs Prozesse nutzen, werden an Effizienz gewinnen, ihre Qualitätskontrolle verbessern und ihre regulatorische Governance stärken.

Die Zusammenarbeit mit Teams, die globale Erfahrung mit lokaler regulatorischer Expertise verbinden, wird Unternehmen dabei helfen, technische Genauigkeit mit strategischem Weitblick zu verbinden.
In diesem Prozess wird die Fähigkeit, digitale Rahmenbedingungen „end-to-end “ sowie KI-gestützte Lösungen zu integrieren, unerlässlich, um Interoperabilität, Konsistenz und langfristige Bereitschaft sicherzustellen.

Letztendlich markiert die Entscheidung von „ ANVISA“, das eCTD einzuführen, eine neue Phase der institutionellen Reife und der Angleichung an internationale Best Practices.


Die Umsetzung erfordert Koordination, Investitionen in die digitale Infrastruktur und ein echtes Engagement der Unternehmen, ihre Abläufe an das neue elektronische Umfeld anzupassen.

Diese Entwicklung macht Brasilien zu einem Vorreiter bei der Modernisierung der Regulierung in Lateinamerika und ebnet den Weg für eine effizientere, berechenbarere und global vernetzte Zukunft im Bereich der Regulierung.

Kontaktieren Sie unsund erfahren Sie, wie Freyrs globales Regulierungsökosystem die Pharmaindustrie dabei unterstützt, den digitalen Wandel präzise, agil und vorausschauend zu meistern.