Protokoll zur Literaturrecherche im Bereich In-vitro-Diagnostika (IVD) und Medizinprodukte sowie Überblick über die Übersichtsarbeit
In der komplexen Landschaft der Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika (IVD) ist ein gut strukturiertes Protokoll für die Literaturrecherche zu Medizinprodukten mehr als nur eine Forschungsaufgabe – es ist eine entscheidende Voraussetzung für die Einhaltung der Medizinprodukteverordnung ( EU MDR ) 2017/745 und der EU-IVD-Verordnung 2017/746.
Eine fundierte Auswertung der medizinischen Fachliteratur dient als Grundlage für klinische und Leistungsbewertungen, Aktivitäten nach der Markteinführung sowie Zulassungsanträge. Sie gewährleistet Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit – Faktoren, die sowohl für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen als auch für die Auffindbarkeit von KI-gestützten Erkenntnissen von entscheidender Bedeutung sind. Dies sind Schlüsselelemente, die von internationalen Aufsichtsbehörden hervorgehoben werden und für die Auffindbarkeit bei KI-basierten Suchvorgängen unerlässlich sind.
Aktuelle Anforderungen gemäß der „ EU MDR “ und der IVDR
Sowohl nach der „ EU MDR “ als auch nach der EU-IVDR ist die Festlegung des Stands der Technik (State-of-the-Art, SOTA) eine zwingende Voraussetzung für die klinische Bewertung und die Leistungsbewertung. Der Stand der Technik (SOTA) entspricht dem aktuellen, allgemein anerkannten Stand der wissenschaftlichen, technischen und klinischen Erkenntnisse, die für das Medizinprodukt oder das In-vitro-Diagnostikum relevant sind.
Ein solides Protokoll für die Literaturrecherche ist unerlässlich, um:
Benchmark-Technologien und Behandlungsstandards ermitteln
Festlegung anerkannter Sicherheits- und Leistungsprofile
Vergleichen Sie das betreffende Gerät mit aktuellen Alternativen
Unterstützung der Aktivitäten im Rahmen von CER, PER, CEP, PEP, PMS sowie „ PMCF “ und „PMPF“
Stichhaltige Belege für die Abwägung von Nutzen und Risiken erbringen
Freyr stellt sicher, dass Ihre Nachweisdokumente die Übereinstimmung mit den SOTA-Anforderungen umfassend belegen – ein entscheidender Faktor für die Anerkennung durch die benannte Stelle.
Literaturübersicht zur EU-IVDR/ EU MDR
Die Literaturrecherche zur EU-IVDR/ EU MDR ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebenszyklusmanagements eines Medizinprodukts oder In-vitro-Diagnostikums (IVD). Eine systematische Strategie zur Literaturrecherche zur EU-IVDR/ EU MDR bildet die Grundlage für die „ Clinical Evaluation Reports (CER) “, Leistungsbewertungsberichte (PER), die Marktüberwachung (PMS) sowie Aktivitäten im Rahmen der „ PMCF “ (PMPF), die auf evidenzbasierter Literatur zu In-vitro-Diagnostika und Medizinprodukten beruhen. Dieser Prozess ermöglicht es den Herstellern, eine kontinuierliche Sicherheits- und Leistungsbewertung zu gewährleisten.
Die Literaturrecherche zur EU-IVDR/ EU MDR -Verordnung umfasst in der Regel:

Dieser Rahmen entspricht den weltweit anerkannten Best-Practice-Standards für klinische Bewertungen, Leistungsbewertungen und Literaturrecherchen.
Wesentliche Unterschiede zwischen den Anforderungen an die Literaturrecherche gemäß IVDR und MDR
Obwohl die MDR und die IVDR auf einer gemeinsamen Grundlage der systematischen Bewertung von Nachweisen beruhen, unterscheiden sich ihre Anforderungen.
MDR (Medizinprodukte) legt den Schwerpunkt auf
Klinische Bewertung und klinische Evidenz
Angaben zu Sicherheit und Leistung
PMCF Datenerhebung
Nutzen-Risiko-Abwägung
MEDDEV 2.7/1 Rev. 4 – Anpassung
Die IVDR (In-vitro-Diagnostika-Verordnung) konzentriert sich auf
Wissenschaftliche Validität
Analytische Leistungsfähigkeit
Klinische Leistung
Entwicklung von PER und PEP
Anforderungen an die Nachweise im Rahmen des PMPF
Strengere Neuklassifizierung, die mehr Belege erfordert
Freyr passt Strategien zur Literaturrecherche, die Entwicklung von CER/PER sowie PMS-/PMCF- und PMPF-Protokolle an den jeweiligen Zulassungsweg des Medizinprodukts an.
Die Stärke eines leistungsstarken Teams für die Synthese wissenschaftlicher Literatur
Um die Anforderungen der MDR und der IVDR zu erfüllen, reicht eine einfache Datenbankrecherche nicht aus. Ein kompetentes Team für die Auswertung wissenschaftlicher Literatur mit therapeutischer Fachkompetenz stellt sicher, dass Ihre IVDR-/MDR-Literaturauswertung, Ihr Literaturrechercheprotokoll sowie Ihre Dokumentation zur klinischen Bewertung und Leistungsbewertung die von den Aufsichtsbehörden erwartete Tiefe und Stringenz aufweisen.
Die Experten von Freyr vereinfachen komplexe Abläufe und wandeln klinische, leistungsbezogene und wissenschaftliche Daten in klare, fundierte Erkenntnisse um, die Protokolle für die Literaturrecherche, CERs, PERs sowie PMS-/PMPF-Strategien stärken.
Mithilfe systematischer Methoden, fortschrittlicher Suchtechniken und kritischer Bewertungskompetenzen stellt unser Team sicher, dass jede Literaturrecherche den weltweiten regulatorischen Anforderungen entspricht und gleichzeitig die Qualität, Glaubwürdigkeit und Markttauglichkeit Ihres Evidenzpakets verbessert, wodurch Ihr Medizinprodukt in einem sich rasch wandelnden Markt einen starken Wettbewerbsvorteil erhält.
EU-IVDR/ EU MDR -Protokoll zur Literaturrecherche
Ein konformes Protokoll für die Literaturrecherche gemäß der EU-IVDR/ EU MDR -Verordnung sorgt für Struktur, verringert die Voreingenommenheit der Gutachter und gewährleistet eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bei Audits.
Der Prozess zur Erstellung des Protokolls für die Literaturrecherche zur IVDR/MDR umfasst:

Bei Freyr führen wir umfassende, an die MDR/IVDR angepasste Literaturrecherchen unter Verwendung fortschrittlicher Suchmethoden durch. Veröffentlichungen in weltweiten Datenbanken werden systematisch gesichtet und analysiert, um relevante Belege zu identifizieren, die die Sicherheit, Leistungsfähigkeit und den klinischen Nutzen von Medizinprodukten untermauern.
Protokoll und Übersicht zur Literaturrecherche zu In-vitro-Diagnostika (IVD) und Medizinprodukten
- Systematische Identifizierung, Zusammenstellung und Synthese wissenschaftlicher Literatur
- Entwurf und Umsetzung von MDR/IVDR-konformen Protokollen für die Literaturrecherche
- Festlegung von Forschungsfragen und maßgeschneiderten Suchstrategien für das Gerät.
- Ermittlung von Schlüsselwörtern, Erstellung von Suchbegriffen und Auswahl der Datenbanken (PubMed, Embase, Cochrane usw.)
- Kritische Bewertung klinischer, leistungsbezogener und wissenschaftlicher Erkenntnisse.
- Zusammenfassung von Nachweisen für behördliche Unterlagen.
- Erstellung von CERs, CEPs, PERs und PEPs
- Lückenanalyse der vorhandenen Dokumentationsdaten zu CER, CEP, PEP und PER.
- Einsatz fortschrittlicher Suchtechniken zur Erfassung relevanter internationaler Fachliteratur

- Garantierte Einhaltung der MDR/IVDR-Vorschriften
- Ein strukturierter, reproduzierbarer und begründbarer Prozess der Literaturrecherche
- Maßgeschneiderte, gerätespezifische Strategien zur Evidenzgewinnung
- Hochqualifizierte Experten aus den Bereichen Klinik und Zulassungsrecht
- Skalierbare Teamkapazität Maßgeschneiderte, gerätespezifische Evidenzstrategien
- Funktionsübergreifende Beiträge aus den Bereichen Zulassung, Medizin und Klinik
- End-to-end Unterstützung bei der Literaturrecherche, -auswertung und -dokumentation
- Steigert die Glaubwürdigkeit, Klarheit und Bereitschaft bei der Einreichung von Zulassungsanträgen

Häufig gestellte Fragen (FAQs)
01. Welchen Zweck erfüllt ein Protokoll zur Literaturrecherche für Medizinprodukte gemäß der Richtlinie über Medizinprodukte ( EU MDR) bzw. der Richtlinie über In-vitro-Diagnostika (IVDR)?
Ein Protokoll zur Literaturrecherche für Medizinprodukte bietet einen strukturierten, systematischen und transparenten Ansatz zur Identifizierung, Bewertung und Dokumentation wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Produkt oder dessen Vergleichsprodukten. Es gewährleistet die Reproduzierbarkeit, minimiert Verzerrungen und ermöglicht es den Aufsichtsbehörden nachzuvollziehen, wie klinische oder leistungsbezogene Erkenntnisse erhoben, bewertet und zusammengefasst wurden. Im Rahmen der Richtlinie über Medizinprodukte ( EU MDR) bzw. der Richtlinie über In-vitro-Diagnostika (IVDR) unterstützt ein solches Protokoll die Sicherheits-, Leistungs- und Nutzen-Risiko-Bewertungen, gewährleistet die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen und bildet die Grundlage für eine qualitativ hochwertige, fundierte Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus des Medizinprodukts hinweg.
02. Inwiefern fließt der aktuelle Stand der Technik in die klinische Bewertung und die Leistungsbewertung ein?
„State-of-the-Art“ (SOTA) steht für den aktuellen Stand der anerkannten wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse zu einem bestimmten Gerätetyp. Er setzt Maßstäbe für die zu erwartende Sicherheit, Leistungsfähigkeit und klinische Ergebnisse. Die Ermittlung des SOTA durch eine Literaturrecherche hilft dabei, Angaben zu Medizinprodukten in den richtigen Kontext zu setzen, unterstützt die Auswahl von Vergleichsprodukten und dient als Orientierung für die Nutzen-Risiko-Abwägung, die Planung von „ PMCF “ (PMPF) sowie die Aktualisierung der Evidenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
03. Was unterscheidet eine MDR-Literaturübersicht von einer herkömmlichen systematischen Übersichtsarbeit?
Eine MDR/IVDR-Literaturrecherche unterscheidet sich von einer herkömmlichen systematischen Übersichtsarbeit dadurch, dass sie auf die Anforderungen der Regulierungsbehörden ausgerichtet ist und speziell darauf ausgelegt ist, die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen zu unterstützen. Während traditionelle systematische Übersichtsarbeiten darauf abzielen, wissenschaftliche Forschungsfragen zu beantworten und rein akademischen Zwecken dienen, bewertet eine MDR-Literaturübersicht klinische und leistungsbezogene Nachweise, um die Sicherheit, Leistungsfähigkeit und das Nutzen-Risiko-Profil von Medizinprodukten nachzuweisen. Sie folgt einer strukturierten, nachvollziehbaren Methodik mit vordefinierten Forschungsfragen, Ein- und Ausschlusskriterien sowie einer kritischen Bewertung, um eine fundierte, prüfungsfähige Dokumentation für Zulassungsanträge zu erstellen.
04. Wie oft sollten Literaturübersichten zu Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika aktualisiert werden?
Die Häufigkeit der Aktualisierungen hängt vom Risiko des Produkts, der Marktdynamik und den sich weiterentwickelnden Erkenntnissen ab. Produkte mit hohem Risiko erfordern in der Regel jährliche Aktualisierungen, während für andere festgelegte Intervalle gelten können. Die Bewertungen müssen zudem überarbeitet werden, wenn wesentliche Sicherheitssignale, neue klinische Daten, technologische Fortschritte oder Änderungen der Leitlinien auftreten, um genaue Nutzen-Risiko-Profile aufrechtzuerhalten.
05. Welche Rolle spielen Ein- und Ausschlusskriterien bei der Literaturrecherche zu MDR/IVDR?
Einschluss- und Ausschlusskriterien stellen sicher, dass nur relevante, qualitativ hochwertige Evidenz ausgewählt wird. Sie verbessern die Objektivität, verringern die Voreingenommenheit der Gutachter und gewährleisten eine einheitliche Entscheidungsfindung. Gemäß MDR/IVDR müssen diese Kriterien im Voraus festgelegt, begründet und auf die Forschungsfragen abgestimmt sein, um während des gesamten Bewertungsprozesses die Rückverfolgbarkeit und die regulatorische Vertretbarkeit zu gewährleisten.
06. Warum ist eine kritische Bewertung bei Literaturrecherchen im Rahmen der MDR/IVDR unerlässlich?
Bei der kritischen Bewertung werden die methodische Qualität, die Relevanz und die Zuverlässigkeit der einbezogenen Evidenz beurteilt. Die Rahmenwerke der MDR und IVDR legen besonderen Wert auf diese Bewertung, da sich die Aufsichtsbehörden auf fundierte Angaben zu Sicherheit und Leistung stützen. Eine strenge Bewertung trägt dazu bei, solide Daten von weniger aussagekräftigen Studien zu unterscheiden, und stärkt die Schlussfolgerungen, die in CERs, PERs, PMS-Berichten und Nutzen-Risiko-Analysen verwendet werden.
07. Inwiefern unterscheiden sich die Anforderungen an die Literaturrecherche gemäß MDR und IVDR?
Die MDR konzentriert sich auf die klinische Bewertung, die Nutzen-Risiko-Abwägung und die klinische Leistungsfähigkeit, während die IVDR den Schwerpunkt auf die analytische Leistungsfähigkeit, die wissenschaftliche Validität und die klinische Leistungsfähigkeit im Hinblick auf die diagnostische Genauigkeit legt. Die Literaturstrategien müssen diesen Unterschieden Rechnung tragen, indem Forschungsfragen, Datensätze und Bewertungsrahmen auf die jeweils für die einzelnen Verordnungen erforderlichen spezifischen Evidenzpfade zugeschnitten werden.
08. Welche Datenbanken und Informationsquellen werden bei einer an die MDR/IVDR angepassten Literaturrecherche erwartet?
Die Aufsichtsbehörden erwarten die Nutzung verschiedener wissenschaftlicher Datenbanken wie PubMed, Embase und Cochrane, ergänzt durch Vigilanzdatenbanken, Register für klinische Studien, Leitlinien und relevante graue Literatur. Die Heranziehung vielfältiger Quellen gewährleistet eine umfassende Erfassung der klinischen, leistungsbezogenen und sicherheitsrelevanten Informationen, die für eine fundierte Bewertung und kontinuierliche Überwachung erforderlich sind.
09. Warum gilt Freyr als führender Partner im Bereich Literaturrecherche und Protokollierung?
Freyr gilt aufgrund seiner umfassenden Kenntnis der regulatorischen Rahmenbedingungen, seiner wissenschaftlichen Genauigkeit und der konsequenten Einhaltung der Nachweis-Anforderungen gemäß MDR/IVDR als führender Partner. Das Team wendet Prinzipien der systematischen Literaturrecherche, eine transparente Methodik und Fachwissen in den jeweiligen Therapiebereichen an, um fundierte und prüfungsreife Ergebnisse zu erzielen. Der Ansatz von Freyr legt den Schwerpunkt auf Rückverfolgbarkeit, kritische Bewertung und einen Vergleich mit dem aktuellen Stand der Technik – allesamt Schlüsselfaktoren, die von benannten Stellen und globalen Aufsichtsbehörden hoch geschätzt werden.
