Japan ist einer der weltweit größten Pharmamärkte, doch viele ausländische Unternehmen unterschätzen die Komplexität der dortigen regulatorischen Rahmenbedingungen. Zwar orientiert sich Japan an den Richtlinien der „ ICH “, doch weichen die Erwartungen der „ PMDA “ oft erheblich von denen der „ US “ oder Europas ab.
Hier sind fünf häufige Fehler, die Genehmigungen verzögern und das regulatorische Risiko erhöhen können.
1. Japan als Erweiterung der Strategie „ FDA “ oder „ EMA “ betrachten
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass ein erfolgreicher Antrag gemäß FDA oder EMA auch für Japan übernommen werden kann. Die japanische Behörde PMDA erwartet jedoch häufig eine auf Japan zugeschnittene Begründung, lokalisierte Unterlagen sowie zusätzliche regulatorische Überlegungen.
2. Verzögerung bei der Planung von „ MAH “ / DMAH
Ohne einen Inhaber der Marktzulassung (MAH) oder einen benannten Inhaber der Marktzulassung (DMAH) dürfen Arzneimittel in Japan nicht in Verkehr gebracht werden. Eine verspätete Planung führt häufig zu vermeidbaren Verzögerungen bei der Einreichung der Unterlagen.
3. Unterschätzung der Anforderungen an die Lokalisierung von „ CMC “
Japan legt großen Wert auf Daten zu Chemie, Herstellung und Kontrollen (CMC). Globale Dossiers müssen häufig angepasst werden, um den Erwartungen der japanischen Arzneimittelbehörde ( PMDA ) und den lokalen Prüfungsverfahren gerecht zu werden.
4. Versäumnis, „ PMDA “ frühzeitig einzubinden
PMDA Beratungsgespräche können wertvolles Feedback zu Entwicklungs-, klinischen und „ CMC “-Strategien liefern. Unternehmen, die den Beginn dieser Zusammenarbeit hinauszögern, sehen sich später im Prozess häufig mit unerwarteten Fragen der Prüfungsinstanz konfrontiert.
5. Missachtung der Verpflichtungen nach der Genehmigung
Die Zulassung ist erst der Anfang. Die Anforderungen gemäß PMS, RMP, GPSP und GVP gelten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg und sollten von Anfang an in die regulatorische Planung einbezogen werden.
Um in Japan erfolgreich zu sein, braucht es mehr als nur ein überzeugendes Dossier – es bedarf einer auf Japan zugeschnittenen Regulierungsstrategie.
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