Das japanische Rahmenwerk für die Lebensmittelkennzeichnung wurde im Jahr 2026 durch jüngste Änderungen der Lebensmittelkennzeichnungsstandards der Verbraucherbehörde (CAA) neu gestaltet, wodurch Produktdefinitionen vereinfacht, die Sammelkennzeichnung präzisiert und die Anforderungen an die Allergenkennzeichnung erweitert wurden. Diese von der CAA und den zuständigen Ministerien erlassenen Änderungen zielen darauf ab, Verwirrung bei den Verbrauchern zu verringern, eine Angleichung an internationale Praktiken zu erreichen und das Vertrauen in die Lebensmittelkennzeichnung zu stärken. Wichtig ist, dass sie mit stufenweisen Übergangsfristen verbunden sind, die die Hersteller einhalten müssen, um die Vorschriften weiterhin zu erfüllen.
Vereinfachung der Kennzeichnung von Inhaltsstoffen
Bestimmte produktspezifische Bestimmungen der japanischen Agrarnormen (JAS) und die damit verbundenen detaillierten Klassifizierungen wurden vereinfacht oder gestrichen, was eine breitere Produktkategorisierung ermöglicht. Dressings, die zuvor in mehrere Unterkategorien unterteilt waren, werden nun einfach als „Dressing“ bezeichnet, wobei „ölfreies Dressing“ unter festgelegten Bedingungen zulässig ist. Pflanzenöle tragen keine individuellen Bezeichnungen wie „Sojaöl“ oder „Distelöl“ mehr, sofern dies die Verbraucher nicht irreführt und den geltenden Standards entspricht. Stattdessen fallen sie unter die übergeordnete Kategorie „Öle, die aus Pflanzensamen oder -fruchtfleisch gewonnen werden“. Diese Vereinfachung reduziert die Komplexität und gewährleistet gleichzeitig Klarheit.
Sammelkorrekturen bei der Kennzeichnung
Die Sammelkategorie „Sonstige“ für Obst wurde abgeschafft. Die Sammelkennzeichnung ist nun stärker eingeschränkt und nur noch für klar definierte Gruppen (z. B. Zitrusfrüchte) unter bestimmten Bedingungen zulässig. Damit wird dem Wunsch der Verbraucher nach einer klareren Kennzeichnung Rechnung getragen, während den Herstellern weiterhin Flexibilität eingeräumt wird. Diese Änderung sorgt für mehr Transparenz bei der Produktkennzeichnung.
Kennzeichnungsvorschriften des Lebensmittelhygienegesetzes
Zur Vereinfachung der Einhaltung der Vorschriften wurden mehrere technische Anforderungen gestrichen. Bei Fleischprodukten müssen nun keine Sterilisationsverfahren mehr angegeben werden, und bei nicht wärmebehandeltem Fleisch entfallen die Angaben zum pH-Wert. Bei Milchprodukten ist die Angabe des Milchfeststoffanteils nicht mehr vorgeschrieben. Gleichzeitig wurden klarere, verbraucherorientierte Formulierungen eingeführt, wie beispielsweise „unmittelbar vor dem Einfrieren erhitzt“ bei Tiefkühlkost. Diese Änderungen reduzieren unnötige Details und stellen gleichzeitig sicher, dass die Verbraucher aussagekräftige Informationen erhalten.
Ausweitung der Allergenkennzeichnung
Cashewnüsse wurden in die Liste der Allergene aufgenommen, deren Angabe vorgeschrieben ist, während Pistazien nun als empfohlene Allergene gelten. Dies spiegelt das wachsende Bewusstsein für Nussallergien wider und bringt das japanische System stärker in Einklang mit den internationalen Praktiken zur Allergenkennzeichnung.
Übergangsfristen und Durchsetzung
- Änderungen hinsichtlich der Allergene müssen bis zum 31. März 2028 umgesetzt sein.
- Umfassendere Änderungen hinsichtlich der Inhaltsstoffe und der Sammelkennzeichnung müssen bis zum 31. März 2030 vollständig umgesetzt sein. Diese Fristen bieten den Herstellern einen gestaffelten Zeitrahmen für die Umsetzung, doch die Durchsetzung wird nach jedem Stichtag strenger werden. Unternehmen, die ihre Verpackungen nicht entsprechend anpassen, riskieren Maßnahmen wegen Nichteinhaltung des Lebensmittelkennzeichnungsgesetzes, darunter behördliche Sanktionen und Reputationsschäden.
Warum es wichtig ist
Japans Gesetzesänderung von 2026 signalisiert einen Wandel in der Regulierungsphilosophie: Klarheit statt Komplexität, Verbraucherschutz statt technischer Details und globale Angleichung statt lokaler Fragmentierung. Für Unternehmen besteht die Herausforderung nicht nur darin, die Etiketten anzupassen, sondern auch darin, neu zu überdenken, wie die Einhaltung von Vorschriften die Glaubwürdigkeit und den Marktzugang stärken kann. Für Verbraucher liegt der Vorteil im Vertrauen in die von ihnen gekauften Produkte.
Hier kommt Freyr ins Spiel und hilft Unternehmen dabei, Compliance nicht nur als reine Abhakübung zu betrachten. Indem Freyr die Anpassung begleitet, globale Portfolios harmonisiert und regulatorische Vorgaben in praktische Maßnahmen umsetzt, ermöglicht es Unternehmen, diese Veränderungen in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln.